Die Akkuchemie:

Der erste und wichtigste Schritt ist die Auswahl der Zellenchemie - bzw. des Zellenhersteller.
Es gibt am Markt viele Hersteller die verschiedene Chemien verwenden. Aufgrund der eingesetzten Chemie in der Zelle wird definiert ob es sich um eine hochkapazitive Zelle mit hoher Energiedichte handelt, oder um eine Zelle für Hochstromanwendung.
Je nach Anwendung und den gewünschten Ladezyklen / Akkugewicht sowie zur Verfügung stehender Platz, wir die erfordliche Zelle ausgewählt.
Es ist natürlich auch eine Preisfrage bzw. auch in gewisser Weise eine "Geschmacksfrage" welche Zellen verwendet werden.
Für Ebikes haben sich die LIMN Zellen als Standart durchgesetzt.
 

Die Akkuspannung:

Motoren mit höherer Leistung ab 500W sollten mit 48V Akkus betrieben werden, da hier geringere Phasenströme für dieselbe Leistung verwendet werden können. Dies wirkt der Kabelerwärmung vor, bzw. sorgt für ein längeres Motorleben.
Akkus mit Berührungsspannungen über 60V DC sollten nur von versierten und Personen mit Sachkenntnissen im Bereich Elektrotechnik verwendet werden. Ab diesem Spannungsbereich verlässt man den Bereich von Kleinstspannung. In der weiteren elektrischen Verdrahtungen am Fahrzeug sind sicherheitstechnische Maßnahmen erforderlich!
Wir beraten Sie auch gerne bei der Wahl des Akkupacks.

Die Kapazität:

Der Akku ist der maßgebliche Faktor bei der Festlegung der Reichweite.
Dem Ebike System bzw. Pedelec System steht während der Fahrt nur jene zusätzliche Energie zur Verfügung, die zuvor in den Akku geladen worden ist, bzw. jene maximale Energie die der Akku physikalisch speichern kann.
Die Energiekapazität bei Akkus wird üblicherweise in Wh (Watt / Stunden) angegeben.
Ist diese Angabe auf dem Akkus nicht vorhanden, so kann diese leicht selbst ermittelt werden.
 
Es gilt die Formel: 
Energie [Wh] =  Spannung [Volt] * Kapazität [Ah]
 
So hat z.b. ein 36V Akku mit 10Ah - eine Energie von 360Wh
Die Einheit Wh gibt an, wie viel Energie der Akku speichern kann.
 
Demnach gilt beim Kauf:
Je größer der Wh Wert, desto größer auch die Reichweite!
 
 

Elektromotoren Spannung:

Information zu Geschwindigkeit und Spannung

Wir möchten Ihnen hier eine kleine FAQ zu den Motordrehzahlen und Spannungsangaben geben.

Bei den Elektromotoren wird immer eine nominale Drehzahl angegeben.Diese Drehzahl ist immer auf eine Spannung bezogen.
Auch differenziert die Drehzahl ob diese im Leerlauf gemessen wird oder unter Last.
Mit welcher Spannung der Motor betrieben wird ist im Prinzip egal.
Bei einer niederen Spannung resultiert eine niedere Drehzahl - bei höherer Spannung resultiert eine höhere Umdrehung im Bezug auf die Nominal angegebenen Drehzahl.
 
Wenn man allerdings einen 36V mit höheren Spannungen betreibt sind folgende Dinge zusätzlich zu beachten:
Leistung [W] = Spannung [U]* Strom [I]
   
Der zweite nicht vernachlässigbare Komponente in diesem Zusammenhang ist auch der Controller.
Wenn der Motor schneller dreht, muss auch darauf geachtet werden, dass dies der Controller unterstützt.
 
Eine Erhöhung von 36V auf 48V ist bei Hallsensorcontroller grundsätzlich kein Problem, bei Hallsensorlosen Controller allerdings schon.
Hallsensorlose Controller sind grundsätzlich bei 48V ungeeignet, da diese die hohe Drehzahl - meist über ca. 250rpm dann nicht mehr auswerten können.
Dies trifft aber nicht auf alle Hallsensorlosen Controller zu, bzw. ist das auch von der Polzahl des Motors abhänging.
 
Es ist allerdings in diesem Zusammenhang auch zu beachten, dass sich das Drehmomentfeld des Motor verschiebt, und das maximale Drehmoment bei einer anderen Geschwindigkeit erreicht wird.
 
Vorteile von höheren Spannungen = größer als 36V
Grundsätzlich sind für "normale" Anwender Akkupacks mit max. 48V vollkommen ausreichend.
Unter 60V spricht man noch von Kleinspannung, die für den Menschen ungefährlich sind.
Ab 60V sind technische Vorkehrungen in der kompletten Verkabelung durchzuführen, damit hier kein Personenschaden durch ungewollte Berührung auftreten kann.
 
Höhere Spannungen 48V - 72V sind vor allem bei den stärkeren Motoren ein großer Vorteil.
Der Vorteil besteht darin, dass aufgrund der höheren Spannung, bereits bei geringeren Strömen die nominale Leistung erzielt wird.
Das bedeutet, dass aufgrund geringer Ströme, die Erwärmung / Verlustleistung am Controller, den Leitungen und am Motor reduziert wird